Einleitungen in Gewässer

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Umweltverträglichkeitsstudien für Einleitungen in Gewässer beinhalten in der Regel Informationen zur Verteilung der eingeleiteten Stoffe im Gewässer. Diese Verteilung von Stoffen im Nah- und Fernfeld wird in der Regel durch numerische Simulationen durchgeführt. Das Programmsystem MIKE 3 bietet hierfür nun eine neu implementierte Funktion der „Jet Source“.

 

MIKE 3 bietet dabei unterschiedliche Optionen, die Einleitung im Modell zu berücksichtigen. Von einer ungerichteten Einleitung ohne Impuls (z.B. Uferkaskade) bis hin zu einer Verteilung im Flussquerschnitt durch einen Diffusor kann die Einleitung von Stoffen direkt im 3-dimensionalen Modell berücksichtigt werden. Im aktuellen Release ist die Version einer sogenannten „Jet Source“, einer stark gerichteten Einleitung mit schießender Strömung, neu implementiert worden.

Bei einer „Jet Source“ wird die Einleitung in ein Nahfeld (schießende Strömung mit komplexer Hydrodynamik) und ein Fernfeld (advektive Transportbedingungen, die mit einem MIKE 3 Modell berechnet werden können) unterteilt.

Der schießende Strahl im Nahfeld wird modellintern unter Berück-sichtigung der umgebenden Strömung und Dichte berechnet. Dabei werden der Weg des Strahls, die Strahlausbreitung und die Einmischung des umgebenden Wassers in den Strahl durch Modellsenken entlang des Strahls berücksichtigt. In dem Moment, in dem der Strahl von einem schießenden zu einem advektiven Transport übergeht (Fernfeld) wird das Advektions-Dispersions Modul von MIKE 3 verwendet und der Strahl im Modellgebiet abgebildet.

Durch die neue Implementierung der Jet Source im MIKE 3 ist die Verwendung weiterer Programme zur Berechnung der Verteilung im Nahfeld nicht mehr notwendig. Die Bearbeitung wird einfacher, die Ergebnisse werden genauer.

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